Der Tibet Terrier
Herkunft
Die Heimat des Tibet Terriers ist Tibet. Er wurde als Hüte- und Wachhund gehalten. Seine Menschen wussten ganz genau, dass weder Mensch noch Tier an ihm vorbei kam, ohne das er mit lautem Gebell Alarm schlug. Auch war er durchaus in der Lage seine Herde zusammen zu halten. Weil er ständig dem rauhen Klima in ca. 4500m ausgesetzt war, entwickelte sich ein üppiges, doppelschichtiges Haarkleid zum Schutz vor Sonne, Wind und Kälte. Dieses ist auch der Grund, warum ihn die Tibeter als "Tibet Apso" bezeichneten. Apso heisst soviel wie, ganz mit Haaren bedeckt.
1922 bat eine Inderin die englische Ärztin Dr. Agnes Greig um Hilfe, sie wurde wieder gesund und schenkte der Ärztin als Dank eine kleine gold-weisse Tibet Terrier Hündin. Damals war es nämlich so gut wie unmöglich einen Tibet Terrier käuflich zu erwerben. Die Tibeter glaubten, das die Hunde Glück bringen und so behielten sie sie, oder verschenkten sie.
Dr. Greig war so begeistert von diesem Hund, dass sie, noch bevor sie 1926 nach England zurück kehrte, zwei Würfe aufzog. So brachte sie drei Tibet Terrier mit nach Hause. Der Grundstock der TT-Zucht in Europa war gelegt.
Paion und Tochter Nandana
Wesen
Der Tibet Terrier bezaubert mit seinem faszinierenden Wesen, dem man sich, hat man ihn erst kennen gelernt, kaum noch entziehen kann. Er ist ein gutmütiger, verspielter, sehr intelligenter Begleiter seines Menschen und bei Bedarf ein mutiger Wächter. Fremden gegenüber verhält er sich oft erstmal zurückhaltend. Wenn er bei seinem Rudel sein kann ist er glücklich. Er passt sich der gegenwärtigen Situation hervorragend an, vorausgesetzt Körper und Geist sind ausgelastet. Dies bedeutet nicht, dass man stundenlang mit ihm laufen muss, aber ein geregelter Auslauf von 1-2 Stunden, wo er ohne Leine seinen Bewegungsdrang ausleben kann, plus 2 kleinen Gassirunden am Tag und hin und wieder eine kleine Aufgabe, die es zu lösen gilt, braucht er um wirklich glücklich zu sein.
Janush vor einem Napf mit Wurst
Erziehung
Jedem, der sich einen Tibet Terrier Welpen ins Haus holt muss klar sein, das, auch wenn er noch so süss ist, vom ersten Tag an eine konsequente, liebevolle Erziehung notwendig ist. Beachtet man das nicht, weil er ja noch so „klein und jung“ ist, hat man schnell ein Problem. Seine Intelligenz sagt ihm dann, wenn es niemand sonst ist, dann bin ich halt der Chef im Haus.
Eigentlich ist er leicht zu erziehen, wenn man es versteht ihn zu motivieren. Er muss wissen, wofür er gehorcht. Sind es Leckerlis, Spielzeug, ein Spiel oder Lob in höchsten Tönen was ihn am meisten freut, das heraus zu finden ist die wichtigste Aufgabe. Es erfordert unter Umständen ein wenig Geduld, aber weiss man das erst, kann man ihm fast alles beibringen.
CHANNA
DORJE